Klassische Lehre
Mahavishnu
Die erste Gestalt, die sich in der materiellen Schöpfung manifestierte ist Mahavishnu. Die Schriften beschreiben, wie die materielle Welt entstand.: Universen traten aus Mahavishnu hervor: Bevor das materielle Universum ins Dasein kam wandelte sich Krishna (Gott) in die Gestalt von Mahavishnu, und mit dem Rhythmus des Atems von Mahavishnu entstanden und verschwanden die Universen. Zahllose Universen manifestieren sich, wenn Er ausatmet, nicht nur eines, zahllose! Und wenn Er einatmet, verschwinden sie wieder. Dann gehen die Seelen in einen Zustand des Schlafes – bis zur nächsten Schöpfung oder Ausatmungsperiode. Manchmal nennt man den Schlaf Nirvana oder Zustand ohne materielle Eigenschaften. Das darf nicht mit dem brahmajyoti oder spirituellen Glanz verwechselt werden.
Dasavataras (10 Avatare Lord Vishnu’s)
Matsya Avatar (im Sathya Yuga) Fisch; in Sanskrit: matsya
Während des gegenwätigen Kalpas (Tag Brahmas) erschien Matsya im ersten Manvantara (Svayambhuva) vor ca 2 Milliarden Jahren, und dann wieder gegen Ende des sechsten Manvanvantara (Chaksusa) vor einigen hunderttausend Jahren. Wir befinden uns im siebenten Manvantara (Vaivasvata) dieses Kalpa. In beiden Fällen erschien dieser Avatar in einer Zeit der Zerstörung und des Verfalls – im ersten Fall nach einer Nacht Brahmas, und im zweiten Fall nach einem Manvantara. Seine Mission lag darin, die Veden zu schützen (vom Dämon Hayagriva) und sie an Brahma zurückzugeben, damit Er sie wieder in der Welt verbreiten konnte. Das Bhagavata Purana erzählt folgende Geschichte: „Vor langer Zeit terrorisierte ein Dämon die Erde. Er störte die Weisen in ihrer Meditation, stahl die Heiligen Veden und versteckte sich in einer Muschel tief am Meeresgrund. Brahma, der Schöpfer bat Vishnu um Hilfe, und dieser nahm die Gestalt eines Fisches an und tauchte hinab ins Meer. Er tötete den Dämon, holte die Veden aus dessen Bauch, wo sie versteckt waren und brachte sie zurück zu Brahma. Vier Formen fanden sich im Bauch des Dämon, sie repräsentierten die Vier Veden: "Rig Veda, Sama Veda, Atharva Veda, and Yajur Veda." Nach einer anderen Version im Padma Purana versteckte sich der Dämon mit den gestohlenen Veden in einem Muschelhorn am Grund des Meeres. Lord Vishnu in Gestalt eines Fisches tötete ihn, und blies das Muschelhorn des Dämons - und es ertönte der Klang „OM", aus welchem die Veden zurückkehrten Seitdem gilt das Muschelhorn, als eines der Symbole Vishnus, als sichtbares Zeichen dieses Sieges. Brahma erwachte, und Vishnu –- in Gestalt von Matsya –- übergab ihm die Veden. Eine neue Schöpfung konnte beginnen. Nach einer weiteren Erzählung im Bhagavata Purana beauftragte der Matsya Avatar den König Satyavrata, den späteren Manu, vor einer kommenden Flut verschiedene Lebewesen in einem Boot zu retten, damit das Leben nach dieser Katastrophe auf der Welt weiterbestehen konnte. Matsya sichert also eine weitere Schöpfung nach einer vorangehenden Phase der Zerstörung. Als Satyavrata sich an einem Fluss die Hände wusch, schwamm ein kleiner Fisch in seine Hände und bat ihn um Rettung. Er legte ihn in einen Krug, doch der Fisch wuchs und wurde bald zu gross für den Krug – nacheinander legte ihn der König in einen Brunnen, in einen Fluss und schliesslich ins Meer. Und der Fisch warnte ihn : „Oh König, in sieben Tagen werden die drei Welten vom Ozean der Vernichtung überflutet. Ich werde dir ein riesiges Boot senden. Sammle bis dahin alle Arten von Kräutern und Samen und steige mit den sieben großen Rishis (den Weisen Kashyapa, Atri, Vasishtha, Vishvamitra, Gautama, Jamadagni, Bharadvaja) und allen Arten von Lebewesen in das riesige Boot. Du wirst frei von Betrübnis über den Ozean der Vernichtung reisen und nur das Licht der sieben Rishis wird die Dunkelheit durchbrechen. Ich bleibe immer in deiner Nähe, und wenn das Boot dann von den Stürmen hin und her geworfen wird, binde es mit Vasuki (eine riesige mythische Schlange) an mein Horn. Ich werde das Boot mit dir und den Heiligen solange durch den Ozean der Vernichtung ziehen, bis Brahma aus seinem Schlummer erwacht. (Bhagavata Purana - 8.24.32-37) So schreibt auch Sri Rupa Gosvami in seinem Laghu-bhagavatmrita 1.3 dass Sri Matsya am Ende eines jeden Manvantara erscheint, um eine ähnliche Mission zu erfüllen. Eines der grossen 18 Maha-Puranas ist das Matsya Purana. Manu bezeichnet Lord Matsya als mukhyatama, einen leela Avatar. Ikonographie: Der Matsya Avatar wird als vierarmige Gestalt dargestellt. Der obere Körperteil in Gestalt eines Menschen, der untere in der eines Fisches. Manchmal begleiten ihn Lakshmi und Bhudevi. Er trägt ein weisse Farbe, sowohl als Fisch wie auch als Gestalt, die halb Mensch, halb Fisch ist.
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Kurma Avatar (im Sathya Yuga) Schildkröte (Sanskrit: kurma)
Diese, die zweite Inkarnation von Lord Vishnu, kam zu einer Zeit, als die Götter und Asuras ihre Unsterblichkeit verloren hatten und ständig miteinander kämpften. Vishnu riet ihnen, den Urozean (Ksheera Sagara) zu quirlen, um den Nektar der Unsterblichkeit zu gewinnen. Vishnu inkarnierte Sich als Schildkröte und trug den Berg Mandarachal auf Seinen Rücken, Um den Berg wurde die Schlange Vasuki gewunden und an einem Ende zogen die Devas, am anderen Ende die Asuras – so wurde der Ozean gequirlt. Zuerst bildete sich Halahala, ein tödliches Gift, welches Lord Shiva trank, um andere Wesen davor zu schützen.. Seine Gefährtin Parvati hielt Ihn den Hals zu, um zu verhindern, dass er das Gift schluckte – deshalb färbte sich Sein Hals blau. Lord Shiva wird deshalb Nilakantha (der mit dem blauen Hals) genannt. Durch fortgesetztes Quirlen des Urozeans erschienen verschiedene Wesen, und Dinge: Sura, die Göttin des Weins Apsaras, Halbgötter, himmlische Nymphen Kaustubha, der wertvollste Edelstein der Welt Uchhaishravas, ein himmlisches Pferd Kalpavriksha, der Wunscherfüllungsbaum Kamadhenu, die himmlische Kuh Airavata, der Berg von Indra Lakshmi, die Göttin des Glücks und Wohlstands Zum Schluss kam Dhanvantari, der göttliche Arzt mit einem Topf voll Amrita aus dem Ozean. Die Götter tranken den Nektar der Unsterblichkeit – während Vishnu in Gestalt der schönen Mohini die Asuras ablenkte - und konnten somit die Asuras besiegen. Rahu, ein Asura (Dämon) verkleidete sich als Deva, um etwas von diesem Nektar abzukriegen, aber Vishnu schlug ihm den Kopf ab, bevor Rahu den Nektar hinunterschlucken konnte. Seitdem hat Rahu (der aufsteigende Mondknoten - Drachenhaupt) eine grössere Macht als Ketu (der absteigende Mondknoten-Drachenschwanz). Sukadev Goswami sagt: In Hiranmaya-varsa lebt Lord Vishnu in der Gestalt einer Schildkröte [kurma-sarira]. In dieser schönen Gestalt wird Er von Aryama, dem Bewohner von Hiranmaya und anderen Bewohnern des Landes verehrt. Sie singen folgende Hymne:
O mein Gott, ich neige mich ehrfurchtsvoll vor Dir, der Du die Form einer Schildkröte angenommen hast. Du trägst alle transzendentalen Eigenschaften in Dir und bist vollkommen losgelöst von der Materie. Du bist vollkommene Güte. Du bewegst Dich im Wasser, aber keiner weiss genau, wo Du Dich gerade aufhältst. Ich neige mich vor Dir. Du bist jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Du bist allgegenwärtig als Beschützer aller Geschöpfe. Deshalb neige ich mich immer wieder vor Dir. Ikonographie: Der Kurma Avatar wird meist dargestellt mit vier Armen, die obere Körperhälfte als Mensch und die untere als Schildkröte - oder umgekehrt. In den Händen hält er Keule, Lotos, Diskus und Muschel, die Symbole von Lord Vishnu. Er ist schwarz oder goldfarben, und seine geteilten Lippen deuten den Gesang der Vedas an. Manchmal trägt er auch Shankha und Chakra und wie Vishnu hält er zwei seiner Hände zum Segen erhoben.
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Lord Varaha (im Sathya Yuga) Eber; (Sanskrit: varaha) Lord Vishnu's dritter Avatar kam in Gestalt eines Ebers. Er rettete die Erde, die im Ozean versunken war, indem er sie mit Seinen Hauern emporhob. Eine neue Schöpfung nahm damit ihren Anfang. Ein Dämon mit Namen Hiranyaksha hatte die Erde nach Rasatala entführt, einen Ort in der Unterwelt. Der Herr kam nach Rasatala und rettete Bhumi (Mutter Erde). Die Geschichte dieses Avatars wird im Varaha Purana, Taittirya Aranyaka, Taittiriya Samhita, Satapatha Brahmana, Ramayana, Bhagavatam u.a. beschrieben. Andere Namen dieses Avatars: Bhuvaraghan - Varaghan - Varha - YagnaVaraha - SreeVaraham - AdhiVaraha Ikonographie: Dieser Avatar wird entweder als Eber dargestellt oder vierarmig in Menschengestalt mit Kopf eines Ebers. In den vier Händen hält Er die Insignien von Lord Vishnu: Lotos, Diskus, Muschel und Keule.
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Nrsimha deva (Sathya Yuga) Löwe-Mensch (nara = Mensch; simha = Löwe in Sanskrit)
In dieser Inkarnation nahm Lord Vishnu die Gestalt eines Löwenmenschen an, eine menschliche Gestalt mit Löwenkopf und Klauen. Er trat aus einen Pfeiler im Palast des Dämonenkönigs Hiraniyakashipu hervor, um ihn zu töten. Prahlad, der Sohn des Dämonenkönigs war ein treuer Anhänger von Lord Vishnu; deshalb erschien der Herr selbst in diesem Avatar, um Prahlad vor seinem Vater zu schützen, welcher versuchte, seinen Sohn zu töten. Die Geschichte über diesen Avatar wird in vielen Puranas in unterschiedlichen Versionen erzählt, so zum Beispiel: The Bhagavata Purana (Canto 7), Agni Purana (4.2-3), Brahmanda Purana (2.5.3-29), Vayu Purana (67.61-66), Harivamsa (41 & 3.41-47), Brahma Purana (213.44-79), Vishnudharmottara Purana (1.54), Kurma Purana (1.15.18-72), Matsya Purana (161-163), Padma Purana (Uttara-khanda 5.42), Shiva Purana (2.5.43 & 3.10-12), Linga Purana (1.95- 96), Skanda Purana 7 (2.18.60-130) and Vishnu Purana (1.16-20) . Eine kurze Erwähnung finden wir auch im Mahabharata (3.272.56-60) und in einer Upanishad (Narasimha tapani Upanisad) . Die Geschichte von Prahlada, dem grossen Devotee wird auch im siebenten Canto des Srimad Bhagavatam erzählt: Lord Vishnu hatte in Seiner früheren Inkarnation als Eber den Bruder des Dämonenkönigs Hiranyakashipu, Hiranyaksha getötet. Aus diesem Grund hatte Hiranyakashipu eine tiefe Abneigung gegenüber Lord Vishnu entwickelt, und als er feststellen musste, dass sein Sohn Prahlada ein treuer Devotee von Lord Vishnu war, erüllte ihn tiefer Groll, und er versuchte auf alle möglichen Arten, seinen Sohn zu töten. Man warf Prahlada ins Feuer und siedende Öl, warf ihn in einen Abgrund, vor eine Herde von Elefanten, in eine Schlangengrube und gab ihm Gift zu trinken. Aber der Herr schützte seinen treuen Anhänger, was den Dämonenkönig in noch grössere Wut versetzte. Nun versuchte der Dämonenkönig seinen Sohn mit eigenen Händen zu töten, da trat Lord Vishnu in Gestalt von Narasimha Avatar aus einem Pfeiler des Palastes und tötete Seinerseits den Dämon Hiranyakashipu. Hiranyakashipu hatte von Lord Brahma eine Gunst erhalten, die ihn unsterblich machen sollte – er sollte nicht sterben oder den Tod finden: Durch kein von ihm (Brahma) geschaffenes Wesen. Weder innerhalb eines Hauses noch außerhalb eines Haus. Weder am Tage noch in der Nacht. Weder auf dem Boden noch in der Luft. Weder durch einen Menschen noch durch ein Tier. Weder durch eine Waffe noch durch die Hand eines lebenden oder leblosen Wesens. Weder durch einen Deva, einen Himmlischen, noch durch einen Dämon (Asura). Zudem erbat er alle mystischen Kräfte (Siddhi), Alleinherrschaft über alle Lebewesen und die herrschenden Gottheiten und allen Ruhm der damit verbunden ist. Brahma gewährte ihm die Segnungen, da er mit seinen Bußübungen zufrieden war. (Bhagavatapurana 7.3.35 -38) Eines Tages, als Hiranyakashipu auf dem Mandaracala Berg seine asketischen Übungen praktizierte, wurde sein Palast von Lord Indra und anderen Gottheiten überfallen. Narada rettete Kayadu, die Frau von Hiranyakashipu, denn sie war eine gute Seele. Er nahm sie zu sich und gab ihr spirituelle Unterweisungen. Kayadu war in dieser Zeit schwanger mit Prahlada, und so wurde selbst das Baby im Mutterleib von der geistigen Atmosphäre in Naradas Höhle beeinflusst - so wird Prahlada später, sehr zum Missfallen seines Vaters, ein hingebungsvoller Verehrer von Lord Vishnu. Nachdem, wie bereits erwähnt, alle Versuche, Prahlada zu töten, fehlgeschlagen waren, wollte Hiranyakshipu seinen Sohn selbst töten, nicht ohne vorher heftige Schmähungen gegen Lord Vishnu geäussert zu haben: "O du Unglückseliger" sprach Hiranyakashipu, "du hast immer von einem höchsten Wesen gesprochen, das alldurchdringend über alles herrscht. Wo ist er jetzt? Befindet er sich etwa in dieser Säule hier? Du sprichst viel Unsinn, daher werde ich dir jetzt den Kopf vom Körper trennen. Ich möchte nun sehen, wie dich dieser Hari (Vishnu) beschützt." (Bhagavatapurana 7.8.6-7/12-13) "Der mächtige König Hiranyakashipu beschimpft seinen Sohn, greift mit einer Hand wutentbrannt zum Schwert und schlägt mit der Faust voll ohnmächtigem Zorn gegen die Säule. Daraufhin erklingt aus der Säule ein beängstigendes Grollen. Es klingt, als ob jeden Augenblick das Universum zerspringen würde. Das Grollen dringt bis zu den Halbgöttern, die denken: 'Nun werden unsere Planeten zerstört.' Hiranyakashipu, der gerade seinen Sohn töten will, hört dieses gewaltige Geräusch, ein dröhnender wunderbarer Klang, der noch von niemandem gehört wurde. Die anderen Dämonen fürchten sich. Keiner von ihnen kann die Quelle des Grollens finden. Um Prahlada zu beschützen und seine Worte über seine Allgegenwart zu bestätigen, manifestierte der höchste Herr Vishnu innerhalb der Säule seine wunderbare Gestalt, die weder Mensch noch Löwe war. Während Hiranyakashipu umherblickt, tritt die erstaunliche Gestalt Narasimhadevas aus der Säule hervor." (Bhagavatam 7.8.15-18) Als die Dämmerung hereintritt, packt Narasimha den Dämonenkönig, setzt sich auf die Tor- Schwelle des Palastes, legt sich Hiranyakashipu auf seinen Schoss und zerreißt ihn mit seinen diamantharten Nägeln. Alle Segnungen Brahmas konnten ihn nicht vor seinem Tod bewahren. Er starb nicht am Tag und auch nicht in der Nacht, weder durch einen Menschen, noch ein Tier, noch einen Deva (sondern durch Vishnu, der auch Devadeva, Gott der Götter genannt wird). Er starb weder auf Erden, noch in der Luft, weder innerhalb noch außerhalb seines Palastes, weder durch eine Waffe noch durch eine belebte oder unbelebte Hand. Die Geschichte von Narasimha Avatar veranschaulicht, dass Gott allgegenwärtig ist, dass Er selbst in einer steinernen Säule gegenwärtig ist, und dass Er Seine wahren devotees stets beschützt, auch wenn sie schwierige Zeiten und Prüfungen zu bestehen haben. Es gibt eine Geschichte, wie Er Adi Shankara beschützte, als ein Kapalika ihn der Göttin Kali opfern wollte. Als Dank schrieb Shankara das Lakshmi-Nrsimha-Stotra Aber auch in neuerer Zeit gibt es faszinierende Berichte, wie Anhänger von Lord Narasimha von Ihm beschützt wurden: „...Lord Narasimha gewährte meinem Vater viele Dinge und errettete ihn viele Male aus schwierigen Situationen. Ich möchte noch eine andere Episode erzählen. Ich hab schon erzählt, dass Vater ein grosser Anhänger von Lord Narasimha war. Er hielt jeden Tag eine Andacht, und jeden Dienstag pflegte er in seinem Zimmer zu sitzen und eine Kokosnuss in die Luft zu werfen, nachdem er sie zuvor angebrochen hatte. Als die Kokosnuss wieder herunterfiel, konnte man sehen, dass sie (der Inhalt) gegessen war, und man konnte Eindrücke von langen Fingernägeln sehen. Einmal kam auch der Nizzam Mahaboob Ali Badshah, um sich dieses Schauspiel selbst anzusehen...viele solcher Wunder ereigneten sich in unserem Haus...ich kann mich nicht einmal mehr an alle erinnern..." Quelle:(Autobiographie von PeddaBottu/Gali Sharada Devi – eine Devotee von Shirdi Sai Baba und Sathya Sai Baba) Suka Dev Goswami sagt: Mein geliebter König, der Herr Narasimha herrscht im Lande Hari-Varsha. Prahlada Maharaja, der treueste Anhänger des Herrn ist ein Verkörperung aller guten Eigenschaften eines devotee. Sein Charakter und sein Handeln haben dazu geführt, dass alle gefallenen Mitglieder seiner dämonischen Familie gerettet wurden. So lebt Prahlada mit seinen Dienern in Hari-Varsha und alle Einwohner dort verehren Lord Narasimha. Ikonographie: Lord Narasimha wird als Löwenmensch dargestellt. Mit menschlicher Gestalt und einem Löwenkopf, sowie Löwenklauen. Manchmal wir Lord Narasimha zusammen mit der Göttin Lakshmi, der Gefährtin von Lord Vishnu dargestellt oder in Yoga Position sitzend. Er wird von vielen Vaishnavas, Anhängern von Lord Vishnu, verehrt - vor allem im Süden Indiens gibt es viele Pilgerstätten und Tempel. Man verehrt ihn als Beschützer der Bhaktas (die Gottliebenden)
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Vamana Dev (Treta Yuga) Zwerg/Kind Avatar
Bali, der Urenkel von Hiranyakashipu, war ein mächtiger Asura-König. Er hatte die drei Welten erobert und regierte sein Reich mit Gerechtigkeit, sodass ihn alle Untertanen respektierten und liebten. Den Göttern gefiel es nicht, dass Bali auch die überirdischen Regionen beherrschte, so baten sie Lord Vishnu, er möge ihnen helfen, diese Regionen wieder zurückzuerhalten, damit das dharmische Gleichgewicht wieder hergestellt sei, denn es konnte nicht sein, dass ein Asura über die himmlischen Regionen herrschte. Lord Vishnu konnte sich mit einen so tugendhaften König wie es Bali war nicht in einen Kampf einlassen und so griff Er zu einer List. Er nahm die Gestalt eines Brahmanen- Jungen an und näherte sich Bali, als dieser ein Yagna (rituelles Opfer) hielt. Damit das Opferritual ein Erfolg wurde, musste Bali jeden Wunsch, den ein Brahmane an ihn richtete, erfüllen. Lord Vishnu als Vamana Avatar - Sohn von Aditi - bat Bali um ein Stück Land - nur so gross, dass er es mit drei Schritten durchmessen konnte. Bali fand diesen Wunsch erheiternd und forderte den Brahmanen-Jungen auf, einen anderen Wunsch zu äussern, er würde ihm jeden grösseren Wunsch erfüllen. Aber Vamana bestand auf das Land mit der Ausdehnung von drei Schritten und Bali gewährte ihm den Wunsch - entgegen dem Rat seines Guru Sukracharya. Gross war allerdings das Staunen, als sich der kleine Brahmane zu kosmischer Grösse veränderte (Vishwarupa – die kosmische Form des Avatars) und mit einem Schritt das irdische Reich Balis durchmass und mit einem zweiten den Himmel und die anderen Regionen . Nun hatte Bali nichts mehr, was er Ihm anbieten konnte und er bot dem Herrn seinen Kopf an, worauf Er seinen Fuss nach einem dritten Schritt setzten konnte. Der Herr Vishnu war von dieser Demut und Tugendhaftigkeit des Königs so angetan, dass er ihn von nun an zu König der Unterwelt machte. Ikonographie: Der Zwerg Avatar oder Brahmanen Junge Vamana wird manchmal auch als Upendra bezeichnet. Er ist der Sohn von Aditi und Kashyapa, der zwölfte der Adityas und ein Bruder von Indra. Er wird oft mit einem Schirm dargestellt. Es gibt in Indien viele Tempel zu Ehren des Vamana Avatar, ein berühmter Tempel befindet sich in Kanchi. In Kerala feiert man in Gedenken an diesen gerechten König jedes Jahr das Onam Fest. Man glaubt, dass Bali aus der Unterwelt heraufsteigt, um zu sehen, dass es den Menschen seines früheren Reiches gut geht. Man nennt ihn in Kerala auch Maveli.
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Parasurama (Treta Yuga) Rama mit der Streitaxt (parashu)
Sri Parashu-Rama, Rama mit der Axt, ist der Sohn von Jamadagni und Renuka. Er wird auch als Brahma-Kshatriya bezeichnet, da er die Pflichten eines Brahmanen mit denen des Kriegers verbindet. Seine Abstammung geht auf den Rishi Brighu zurück, dessen Urenkel er war. Sein Vater Jamadagni war ein Brahmane. Nach harter Askese erhielt Parashurama von Lord Shiva seine besondere Waffe, eine Streitaxt. Parashu Rama ist ein Chiran-Jeevi, ein Unsterblicher, der sich noch heute auf dieser Erde aufhalten soll. König Kartavirya Arjuna aus dem Haihai Clan (auch Sahasrarjuna genannt, da man sagte er habe tausend Arme) besuchte einst die Einsiedelei des Weisen Jamadagni und wollte dessen himmlische Wunder-Kuh Surabhi von ihm. Der Rishi weigerte sich, sie dem König zu geben, da er sie für religiöse Zeremonien benötigte. Daraufhin nahm sie Kartavirya Arjuna mit Gewalt und zerstörte den Ashram des Weisen. Parashurama war zu dieser Zeit nicht da gewesen, und als er nach seiner Rückkehr erfuhr, was geschehen war, geriet er in Rage und tötete daraufhin den König mitsamt seiner Armee. Die Söhne des Königs Kartaviriya Arjuna wiederum töteten aus Rache den Vater von Parashurama, Jamadagni. Aus entfesselter Wut und Rache tötete Parashurama daraufhin die Söhne von Kartavirya Arjuna und viele Kshatriyas und Herrscher der Erde - und zwar einundzwanzigmal. Sein Grossvater Rishi Richeek konnte ihn schliesslich überreden, seinen Rachefeldzug zu beenden. All die eroberten Güter und Länder schenkte Parashurama den Brahmanen, und auch Drona, der Lehrer der Pandavas während des Mahabharatakrieges, erhielt eine Gunst – Parashurama weihte ihn in seine kriegerischen Fähigkeiten ein. Eine Geschichte über Parashurama erzählt, dass er mit seiner Axt dem Meeresgott Varuna ein Stück seines Territoriums streitig machte und so das Land Konkan und Malabar sicherte (die Küste von Kerala, Karnataka und Maharashtra) - die Küste von Kerala und Maharashtra wird auch heute Parashurama Kshetra genannt. Eie andere Geschichte erzählt, wie Parashurama zu Lord Shiva wollte. Als ihn Ganesha den Weg versperrte, schleuderte er seine Axt gegen Ganesha. Ganesha wusste dass Parashurama die Axt von Shiva erhalten hatte, erlaubte daher, dass einer seiner Stosszähne abgehauen wurde. Eine interessante Geschichte wird im Ramayana erwähnt – interessant auch deshalb, weil schon in klassicher Zeit die Möglichkeit anerkannt wird, dass zwei Avatare zur gleichen Zeit auf dieser Erde wirken und einander sogar physisch begegnen können: Rama war nach Mithila gekommen, und wurde von Vishwamitra, der ihn begleitet hatte, ermutigt, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Wer den Bogen Shivas, den der König Janaka von Parashurama erhalten hatte hochheben und spannen konnte, sollte Janakas Tochter Sita zur Frau erhalten. Viele Männer waren schon gescheitert, aber der junge Rama hob den Bogen und spannte ihn so stark, dass er mit einem Lauten Krachen zerbrach. Eine Version erzählt, dass Parashurama das Zerbrechen des Bogens wahrgenommen hatte und nach Mithila gekommen war. Alle hatten Furcht vor ihm aber Sita ging auf ihn zu und hieß ihn willkommen. Parashurama segnete sie mit den Worten "Saubhagyawati bhavah", was soviel bedeutet wie: 'mögest du mit Glück gesegnet sein'. Als er später Rama gegenübertrat, um ihn wegen der Zerstörung von Shivas Bogen im Kampf herauszufordern, war er durch seine Worte an Sita gebunden, da er sie zuvor mit Glück gesegnet hatte, aber gleichzeitig erkannte er in Rama auch einen Avatar, neigte sich respektvoll vor ihm und schenkte ihm die Früchte seines Tapas (durch Askese erlangte übernatürliche Kräfte). Dieser Avatar Parashurama war gekommen, nicht um gegen Asuras zu kämpfen, sondern gegen die Herrscher der Welt, die das göttliche Gesetz missachteten, ihre königlichen Pflichten vernachlässigten, ihre Macht missbrauchten und die Menschen unterdrückten. Nach der Erzählung im Kalki Purana wird Parashurama der Guru des Kalki Avatars sein – so wie er Karna während des Mahabharata Krieges unterrichtet hatte - und ihn lehren, wie er durch langedauernde Askese einige göttliche Waffen von Lord Shiva für seine Mission am Ende des Kali Yuga erlangen kann. Ikonographie: Ein Krieger-Avatar mit der Streitaxt Da Karnataka, Kerala und Maharashtra ihre Existenz nach Erzählungen der Puranas Parashurama verdanken, findet man vornehmlich in diesen Regionen Indiens einige Tempel zu Ehren dieses Avatars: So zum Beispiel in Pajaka, Süd Indien; in Shivpuri, Akkalkot, Khopoli in Maharashtra und Fort Songadh in Gujarat
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Sri Ramachandra (Treta Yuga) (Sanskrit: Chandra = der Mond)
Sri Rama aus dem Ikshvaku Clan ist der siebente von den zehn bedeutenden Avataren. Er wird als Inkarnation von dharma und sathya (Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit) betrachtet, welcher das Ideal eines vorbildlichen Herrschers und Familienvaters lebte. Seine Geschichte wird in einem der bedeutendsten Epen der Weltliteratur, dem Ramayana – erzählt: Die besonderen Umstände seiner Geburt, wie er die Hand von Sita, der Tochter von König Janaka gewinnt, als er als einziger in der Lage ist den Bogen Shivas zu spannen. Das Exil, als er 14 Jahre lang im Exil verbringt, um ein Versprechen seines Vaters Dasaratha einzulösen und somit dessen Ehre zu bewahren. Während dieser Zeit entführt der Dämonenkönig von Lanka, Ravana, Ramas Frau Sita. Als Folge davon kam es zu einem vernichtenden Krieg, in dem Rama den Dämonenkönig und seine Verbündeten besiegte. Die Geschichte erzählt auch die Treue und Hingabe des Hanuman, der mit seinem Affenheer, den Vanaras, auf der Seite von Rama kämpft. Nach dem Krieg kehrt Rama als König nach Ayodhya, die Hauptstadt seines Reiches Kosala zurück und führte eine Herrschaft – Ram Rajya - in einer Ära von Gerechtigkeit, Wohlstand, Friede und Glück. Es gibt ausser der originären Version des Ramayana, die dem Rishi Valmiki als Autor zugeschrieben wird und in sieben Büchern mehr als 20000 Verse umfasst, noch die berühmte Version Ramcaritamanas in Hindi von Tulsidas aus dem 16.Jh. und mehrere populäre Versionen in Indien und Süsostasien. Zu Lebzeiten von Rama wussten nur 12 Rishis (darunter Vasishta, Sharabhanga, Agastya and Vishwamitra), dass er ein Avatar war. Die anderen Rishis hielten ihn für einen vorbildlichen Menschen (Mariyada Purushottama) und Herrscher und „kannten ihn nur als Sohn von Dasaratha". Die Geschichte von Rama, Sita, und Hanuman, dem Vorbild eines treuen Devotee, ist auch heute noch sehr populär. Rama wird in den Schriften der Jains erwähnt und im Guru Granth Sahib der Sikhs. In Indien und Ländern von Süd Ost Asien wird die Geschichte des Ramayana in populären Bühnenstücken dargestellt oder liefert Motive für Kunst, Architektur, Musik, Tanz, Bildhauerei.. Viele Könige von Süd-Ost Asien trugen einst den Namen Rama. Eine buddhistische Version des Ramayana findet sich im Dasharatha Jataka (Jataka Atthakatha 461) in Pali Sprache. Hier wird Rama als Bodhisattva und gerechter König dargestellt. Er ist König von Varanasi/Benares und nicht, wie im Ramayana von Ayodhya der Hauptstadt von Kosala. Die heutige Form des Ramayana mag eine Kunstdichtung (Adikavya) sein, aber es wäre wohl falsch, das Epos als reine dichterische Fiktion oder als Mythos zu betrachten, denn: Sathya Sai Baba erwähnt öfters Episoden aus dem Leben Ramas (auch solche, die nicht im Ramayana zu finden sind), um in seinen Reden moralisch-ethische Prinzipien zu veranschaulichen. Er bezeichnet Rama als Avatar, der die Prinzipien Dharma und Sathya verkörperte und betont die zeitlose Gültigkeit der Lehren des Ramayana. Laut Sai Baba lebte Rama vor ca. 20000 Jahren; und Baba materialisierte vor Studenten, wenn er eine Episode aus dem Ramayana erzählte, öfters mit seiner bekannten kreisenden Handbewegung Juwelen, die Rama und Sita getragen hatten, oder die Perlenkette, die Sita Hanuman geschenkt hatte – ein anschaulicher, aber auch beweiskräftiger Unterricht, wenn man so will...FOTOS Sathya Sai Baba hat die Geschichte von Rama selbst in einer wundervollen Erzählung zusammengefasst und erklärt (Rama Katha Rasa Vahini) Es gibt auch online Versionen des gesamten Ramayana in Sanskrit und englischer Übersetzung Feste: Ramas Geburtstag, Ramanavami wird am neunten Tag des zunehmenden Mondes im Monat Chaitra gefeiert (Chaitra Masa Suklapaksha Navami – März/April) Ein Fest zum Gedenken an den Sieg Ramas über Ravana und die Rakshasas ist Vijayadasami . Es wird am zehnten Tag des zumehmenden Mondes im Monat Ashwayuja/Ashwina gefeiert, der Höhepunkt des zehntägigen Navarathri oder Dussehra Festes. Das Ram Leela wird in vielen Dörfern und Städten Indiens öffentlich aufgeführt. Ramas Rückkehr nach Ayodhya und seine Krönung werden am Diwali – auch Lichterfest gernannt – gefeiert. (Oktober/November) Andere Namen: Raghuvira, Raghupati, Raghunandana, Sita-Priya. Ikonographie: Rama wird meist mit einem Bogen (Kodanda) dargestellt – in verschiedenen Szenen aus seiner Geschichte, wie sie im Ramayana poetisch beschrieben wird. Besser bekannt ist seine Abbildung im Rahmen seiner Familie, mit seiner Frau Sita, seinem Bruder Lakshman und seinem Anhänger Hanuman, der zu seinen Füssen sitzt. Sri Krishna - Buddha - Kalki Avatar >>>
Es gibt nur eine Religion, die Religion der Liebe. Es gibt nur eine Sprache, die Sprache des Herzens. Es gibt nur eine Kaste, die Kaste der Menschheit. Es gibt nur einen Gott Er ist allgegenwärtig.
Sathya Sai Baba
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Lord Krishna spricht in der Bhagavad Gita: “Immer wenn die Tugend (dharma) entartet und das Laster (adharma) vorherrscht, verkörpere Ich Mich als ein Avatar
In jedem Zeitalter erscheine Ich in sichtbarer Gestalt, um die Tugendhaften zu schützen, das Böse auszurotten und die Gerechtigkeit wiederherzustellen.” Bhagavad Gita Kap. 4 Vers 7,8
Yada yada hi dharmasya, glanirbhavati Bharatah, Abhiyutthanam dharmasya,tadatmanam srijamyaham! Paritranaya sadhunam, vinashaya cha dushkritam,Dharmasamsthapanarthaya,sambhabami yuge yuge!!
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