Buddha Avatar (Kali Yuga)
Die hinduistische Interpretation des Buddha Gautama
In alten Zeiten wurden die Devas von den Asuras im Kampf geschlagen und wandten sich darum hilfesuchend an Lord Vishnu. Vishnu inkarnierte sich daraufhin als Sohn von Suddhodana und wurde später bdekannt als Gautama Buddha. (Siddharta) Er ging zu den Asuras und veranlasste sie, sich von den Veden abzuwenden. Alle Daityas (asuras) wurden Buddhisten...Diese Geschichte findet sich im Agni Purana, Kapitel 16. Demnach war es die Aufgabe des Buddha, die Asuras zum Buddhismus zu bekehren. Asura bedeutet Gewalt; Buddhisten bekennen sich zur Gewaltlosigkeit Gautama Buddha wurde um 560 B.C. in Kapilavastu (heute in Nepal) als Sohn von Suddodhana aus dem Geschlecht der Sakya geboren. Sein Name war Siddharta. Der Wunsch seiner Eltern war, dass der junge Prinz glücklich und ohne Sorgen aufwachsen sollte, deshalb durfte er allerdings die Mauern des Palastes nicht verlassen. Eines Tages jedoch sah er einen alten, einen kranken und einen toten Mann, und diese Erfahrung führte dazu, dass er nachdenklich wurde und tiefes Mitgefühl für die leidenden Wesen entwickelte. Obwohl er glücklich mit der Prinzessin Yasodhara verheiratet war, verlies er eines Nachts den elterlichen Palast und zog umher, auf der Suche nach einem Weisen, der ihn einen Weg aus dem ewigen Kreislauf von Krankheit, Leid, Alter und Tod zeigen konnte. Er übte jahrelang strenge Askese und meditierte, bis er schliesslich das Erleuchtungsbewusstsein unter einem Banyanbaum in Bodh Gaya erlangte. Er kam auch nach Kasi/Benares und allmählich sammelten sich Jünger um ihn und die Zahl seiner Anhänger wuchs. Die Lehre des Buddha umfasst die Beschreibung der Ursache und Natur des Leides und den achtfachen Pfad zur Überwindung des Leides:
1. Rechte Anschauung 2. Rechte Gesinnung 3. Rechtes Reden 4 .Rechtes Handeln 5. Rechtes Leben 6. Rechtes Streben 7. Rechtes Denken (an das Selbst) 8. Rechtes Sichversenken (Samadhi)
In der Hinduistischen Tradition wird Gautama Buddha als neunter der wichtigen zehn Avatare Lord Vishnus betrachtet. (Manchmal tritt an seine Stelle allerdings auch Balarama, der Bruder von Lord Krishna). Und das, obwohl der Buddhismus zu den nichtorthodoxen Systemen der Religionen Indiens gezählt wird (naastika), da er die Autorität der Veden ablehnt.
Der Buddha wird auch in verschiedenen wichtigen Schriften des Hinduismus erwähnt – darunter: Harivamsha (1.41) Vishnu Purana (3.18) Bhagavata Purana (1.3.24, 2.7.37, 11.4.23) Garuda Purana (1.1, 2.30.37, 3.15.26) Agni Purana (16) Narada Purana (2.72) Linga Purana (2.71) Padma Purana (3.252) etc. (Dhere Ramchandra Chintaman) In Rishi Parashara's Brihat Parashara Hora Shastra (2:1-5/7). In manchen Puranas wird seine Mission darin gesehen, die Dämonen in die Irre zu führen:
(aus dem Brahmanda Purana)
Das bedeutet: Um die Dämonen zu täuschen, nahm er (Lord Buddha) die Gestalt eines Kindes an. Und der dumme Jina (ein Dämon) hielt ihn für seinen Sohn . Später überlistete er (als Avatar Buddha) Jina und andere Dämonen durch seine einprägsamen Worte über Gewaltlosigkeit. . Im Srimad Bhagavatam steht geschrieben, dass Buddha gekommen ist, um die Macht der Devas wiederherzustellen.
(Bhagavatam 1.3.24)
Am Beginn des Kali Yuga wird ER als Buddha kommen, Sohn von Anjana in Bihar, um die Feinde der Devas zu verwirren. Vertreter des Neo-Hinduismus wie Vivekananda und Radhakrishnan anerkennen den Buddha als Lehrer der selben universellen Wahrheit, die allen Religionen zugrundeliegt. Vivekananda: Möge Der, welcher Brahman für die Hindus ist, Ahura Madzda für die Anhänger Zarathustras, Buddha für die Buddhisten, Jehova für die Juden, der Vater im Himmel für die Christen, euch die Kraft geben, euere noblen Ideale zu verwirklichen. (Hinduism, in The World's Parliament of Religions, J. H. Barrows (Ed.), Vol. II, Chicago 1893, p. 978.) S. Radhakrishnan: Wenn ein Hindu die Veden an den Ufern des Ganges rezitert,..wenn ein Japaner ein Idol des Buddha verehrt, wenn ein Europäer an Christus als Erlöser glaubt, wenn ein Araber den Koran in einer Mosche liest, dann ist das Ausdruck ihrer tiefsten Überzeugung von Gott und Gottes vollkommene Offenbarung an sie. (Eastern Religions and Western Thought, New York 1969, pp. 326–7.) Andere Namen: Siddharta Ikonographie: Seine Darstellung einer ruhigen Persönlichkeit, mit verlängerten Ohren, einem Haarknoten auf dem Kopf, auf einem Lotusblatt in meditativer Position sitzend, eine Handfläche auf seine Schüler in einer lehrenden Geste gerichtet.
===================================
Kalki Avatar (am Ende des Kali yuga)
Im Kali Yuga (nach orthodoxer Ansicht sind von den 432000 Jahren erst 5000 Jahre verstrichen) herrschen Kampf, Unwissenheit, Laster und Gottlosigkeit. Die Zunahme von adharma (Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit) nimmt ein Ausmass an, dass sich der Herr Selbst als Avatar, als der Kalki Avatar inkarnieren wird, um die Dämonen zu töten und Seine devotees zu beschützen. Danach wird ein neues Sathya Yuga, ein Goldenes Zeitalter beginnen. Am Übergang von einem Yuga zum nächsten (Kali Yuga zum Sathya Yuga), wird sich der Herr der Schöpfung als Kalki Avatar inkarnieren, als Sohn von Vishnu Yasa. In dieser Zeit werden die Herrscher der Welt zu Räubern degeneriert sein. (Srimad Bhagavatam 1.3.25 ) Kalki (auch Kalaki oder Kalkin) wird in der Stadt Shamballa erscheinen. Die Etymologie des Wortes Kalki ist unklar. Manche leiten es vom Sanskrit Wort ‚kalka’ ab, was Schmutz, Unrat bedeutet, um damit anzudeuten, dass der kommende Avatar ein Zerstörer von Schmutz, Chaos, Dunkelheit sein wird.
Eine andere Interpretation bringt den Namen mit dem Alt-Sanskrit Wort für ‚weisses Pferd’ in Zusammenhang – so wird dieser Avatar auch auf einem weissen Pferd (mit Namen Devadatta) reitend dargestellt. Nach der buddhistischen Kala-Chakra Lehre haben mehrere Könige von Shamballa den Namen Kalki, Kulika oder Kali-king. Der Kalki Avatar wird unter anderem erwähnt im Kalki Purana, Vishnu Purana und Agni Purana Ikonographie: Ein kriegerischer Reiter auf einem weissen Pferd mit einem Schwert in der Hand.
===================================
25 (22) Avatare von Vishnu im Srimad Bhagavata Purana Catursana [SB 1.3.6] (Die vier Söhne Brahmas) - (Purusha der Ur-Mensch) Varaha [SB 1.3.7] (Der Eber) Narada [SB 1.3.8] (Ein Rishi) Nara-Narayana [SB 1.3.9] (Die Zwillinge) Kapila [SB 1.3.10] (Der Philosoph) Dattatreya [SB 1.3.11] ( Avatar der Trimurthi) Yajna [SB 1.3.12] (Vishnu übernimmt in der Rolle von Indra) Rishabha [SB 1.3.13] (Vater von König Bharata) Prithu [SB 1.3.14] (König) Matsya [SB 1.3.15] (Der Fisch) Kurma [SB 1.3.16] (Die Schildkröte) Dhanvantari [SB 1.3.17] (Vater des Ayurveda) Mohini [SB 1.3.17] (Eine Heilige) Narasimha [SB 1.3.18] (Mensch-Löwe) Vamana [SB 1.3.19] (Der Zwerg-Avatar) Parasurama [SB 1.3.20] ( Rama mit der Axt) Vyasa [SB 1.3.21] (Autor der Vedas) Ramachandra [SB 1.3.22] (König von Ayodhya) Balarama [SB 1.3.23] (Krishna's Bruder) Krishna [SB 1.3.23] (- - -) Buddha [SB 1.3.24] (- - -) Kalki [SB 1.3.25] (Der kommende Avatar) Prshnigarbha [SB 10.3.41] (Sohn von Prshni) Hayagriva [SB 2.7.11] (Mit dem Pferdekopf) Hamsa [SB 11.13.19] (Der Schwan) Chaitanya Mahaprabhu wird oft als der Goldene Avatar bezeichnet. ===================================
Avatare einige weitere klassische Quellen Pferd Avatar (ashvaavataara); pferdeköpfig (hayashira, hayashirsha), pferdenackig (hayagriva). Vishnu Purana: 5, 17, 11 ------------------------------------------------------------------------------------ Schwan Avatar (hamsaavataara) Mahabharata (MBH): 12, 326, 71; 12, 326, 94 – Appendix 1, 30. (Poona Ausgabe engl.) ----------------------------------------------------------------------------------- Fisch Avatar (matsya) Satapatha Brahmana 1, 8, 1 MBH 3, 186 (Roy's Übersetzung - hier und ff.) Matsya Purana ------------------------------------------------------------------------------------ Schildkröte Avatar (kurma) Satapatha Brahmana 7, 5, 1 ------------------------------------------------------------------------------------ Eber Avatar (varaha) Satapatha Brahmana 14, 1, 2 Taittiriya Samhita 7, 1, 5 MBH 3, 270; 12, 240 Varaha Purana ----------------------------------------------------------------------------------- Narasimha (Löwe-Mensch) MBH 3, 270 ----------------------------------------------------------------------------------- Vamana (Kind, Zwerg-Brahmane) Satapatha Brahmana 14, 1, 1; 1, 2, 5. Taittiriya Samhita 2, 1, 3 ----------------------------------------------------------------------------------- Parashu Rama (Rama mit der Axt) MBH 3, 115; 5, 96 ------------------------------------------------------------------------------------ Rama Chandra Ramayana (von Valmiki) Mahabharata (MBH) 3,25; 3,99; 3,146f Raghuvamsha (Kalidasa, 5/6 Jh. n Chr.) - Übers. von Renou 1928 Rama-charita-manasa (Tulsi Das 16/17 Jh n Chr.) Übers. von W.D.P.Hill 1952 Kavitavali (Tulsi Das) Übers. von F.R. Allchin 1964 Vinayaka Patrika (Tulsi Das) Übers. von Allchin 1966 ------------------------------------------------------------------------------------ Krishna Avatar MBH Harivamsha (6. Jh ?) Bhagavad Gita Chandogya Upanishad 3, 17, 6 Panini (4. Jh v. Chr) Megasthenes (4. Jh v. Chr) Bhagavata Purana (10. Jhdt ?) Vishnu Purana Markandeya Purana Padma Purana Gita Govinda (Jayadeva 12. Jh.) ------------------------------------------------------------------------------------ Buddha Vishnu Purana (ed. Wilson, Seite 271) Matsya Purana 47, 247 Agni Purana 16 Harivamsha (1.41) Vishnu Purana (3.18) Bhagavata Purana (1.3.24, 2.7.37, 11.4.23) Garuda Purana (1.1, 2.30.37, 3.15.26) Narada Purana (2.72) Linga Purana (2.71) Padma Purana (3.252) etc. (Dhere Ramchandra Chintaman) In Rishi Parashara's Brihat Parashara Hora Shastra (2:1-5/7). ------------------------------------------------------------------------------------ Kalki Avatar MBH 3, 139 Kalki Purana, Vishnu Purana, Agni Purana
Krishna Avatar (Dwapara Yuga)
Krishna gilt als der achte der zehn wichtigen Avatare von Lord Vishnu; Er ist für die Vaishnavas der Höchste Gott. Für die Gaudiya Vaishnavas ist Sri Krishna der Höchste Persönliche Gott und Quelle aller anderen Avatare, auch von Lord Vishnu. Der Name ‚krishna’ bedeutet „der Dunkle". Krishnas Hautfarbe wird in den Schriften beschrieben als ‚von der Farbe dunkelblauer Gewitterwolken’. (Brahma Samhita 5.30). Eine weitere Bedeutung des Wortes 'krishna' lautet „der, welcher anziehend wirkt" (Mahabharata, Chaitanya Charitamrita, Vishnusahasranama ). Adi Shankara schreibt, dass der 57. Name von Lord Vishnu Krishna lautet und Sein- Bewusstsein-Glückseligkeit (Sat-Chit-Ananda) bedeute. Die meisten Historiker (oder vielleicht alle) und auch westliche Religions-wissenschaftler behaupten oder suggerieren zumindest, dass Krishna eine mythologische Gestalt sei. Die Anhänger Sri Krishnas glauben an eine historische Existenz des Krishna Avatars, und manche glauben sogar wörtlich an die Geschichte, wie sie in den Puranas und im Mahabharata erzählt wird. Dieses Phänomen, nämlich den Inhalt der Heiligen Schrift wortwörtlich zu nehmen, kennen wir ja auch in anderen Religionen.. Hier sei auch der Standpunkt einiger Avatare unserer Zeit kurz erwähnen: Sathya Sai Baba erzählt oft in seinen öffentlichen Reden. - aber vor allem auch in Seinen Reden vor Studenten (herausgegeben als: 'Summer Showers in Brindavan') Episoden aus dem Leben Sri Krishnas. Oft erwähnt er auch Geschichten, die nicht in den Puranas zu lesen sind oder korrigiert irrtümliche Interpretationen von Ereignissen und Taten dieses Avatars. Sai Baba hat bei einer solchen Gelegenheit den berühmten Kaustubh, einen Edelstein, den Lord Krishna getragen hat, vor Studenten und Lehrern materialisiert. Sri Vasantha Sai Ma ist laut vielfacher, überzeugender Bestätigung von Sathya Sai Baba die Reinkarnation von Sri Radha, der grossen Devotee von Lord Krishna. In ihren Büchern beschreibt sie auf faszinierende Weise ihre spirituelle Geschichte und ihre Erlebnisse mit Sathya Sai Baba, ihre Mission in diesem Leben und ihre nächste Inkarnation als Prema, die Frau von Prema Sai Baba. (Sathya Sai Babas nächste Inkarnation) Ein Teil der Religionswissenschaftler, die die Existenz des Krishna Avatars als historisch akzeptieren, datieren die Ereignsisse von Krishnas Zeit und den Mahabharata Kriegen um 3300-3100 vor Chr. – ein anderer, ungefähr gleich grosser Anteil scheint die Zeit um 1000- 1500 vor Chr. für wahrscheinlich zu halten. Sri Yukteshwar, den Paramahansa Yogananda einen Jnana Avatar nannte, beschreibt in seiner „Heiligen Wissenschaft" einen 24000 jährigen Äquinoktialzyklus und kommt zum Schluss, dass das Ende des letzten absteigenden Dwapara Yuga und der Beginn des letzten absteigenden Kali Yuga (die Zeit, die als Ende des Wirkens des Krishna Avatars betrachtet wird) um 700 vor Chr. datiert. (was den Annahmen einer Gruppe von Gelehrten nahe kommt) Sathya Sai Baba erwähnte in seinen Reden, dass Krishna 3102 seinen Körper verlassen hat (also in Übereinstimmung mit der orthodoxen hinduistischen Auffassung). Aber Sai Baba ist nicht gekommen, um die Historiker zu korrigieren (denke ich), sondern, um eine spirituelle Botschaft zu verbreiten. Diese Botschaft vermittelt Sai Baba meist im Kontext der traditionellen Auffassungen. So hat er auch öfters in seinen Weihnachtsreden erwähnt, dass Jesus in der Nacht vom 24. auf 25. Dezember geboren wurde. Einmal gab Sai Baba als Uhrzeit sogar 3h15 an.. Später sagte Sai Baba allerdings: ’.. genau genommen ist Jesus im März geboren...der Dezember, als Fest seiner Geburt wurde aus bestimmten (heute bekannten) Gründen erst später eingeführt..' Paramahansa Yogananda schreibt in der Einleitung seines Kommentars zur Bhagavad Gita, dass der Autor der Puranas und des Mahabharata, der Rishi Veda Vyasa, wie andere Rishis und erleuchtete Meister auch, die historischen Ereigisse der Vergangenhait im göttlichen Akasha (Akasha Chronik) lesen können. Veda Vyasa habe also historische Ereignisse herangezogen, aber seine Schriften sind dennoch nicht durchwegs exakte historische Berichte, sondern philosophisch-religiöse Lehrwerke, die eine spirituelle Botschaft vermitteln sollen.. Man kann also durchaus für möglich halten, dass ein Avatar, ein erleuchteter Meister oder ein Rishi andere Möglichkeiten besitzt, zu Erkenntnissen und Wissen zu gelangen, als es die induktive Methode und die Logik der Natur-wissenschaftlichen Forschung und die anerkannte Methode der Historiker ermöglichen. Die frühesten heute bekannten und von Historikern datierten bzw. interpretierten Hinweise auf Krishna finden sich in der Chandogya Upanishad (ca. 900 v.Chr.). Bei Panini (ca 5.Jh. v.Chr.) in seinem Asthadhyayi. Er erwähnt Vasudevaka (devotee von Vasudeva) und Arjuna, weshalb man annimmt, dass mit Vasudeva Sri Krishna gemeint ist. Im 4.Jh. v. Chr. schreibt Megasthenes, der griechische Botschafter am Hofe von Chandragupta Maurya, dass die Sourasenoi (Surasena), die in der Region von Mathura lebten, Herkules verehrten. Dieser Herkules wird für gewöhnlich mit Sri Krishna identifziert, da die Region, die er beschreibt, sowie manche der heroischen Taten dieses Herkules mit denen von Krishna übereinstimmen. Megasthenes erwähnt auch eine Tochter dieses Herkules, mit Namen Pandaia (einige Forscher vermuten hier einen Hinweis auf die Pandavas) Der Grammatiker Patanjali, bekannt durch seinen Kommentar (Mahabhashya, ca 150 v.Chr.) von Panini's Grammatik, zitiert: "Möge die Macht Krishnas, begleitet von Samkarshana zunehmen". In einem Vers schreibt er von Janardana mit seinen drei Gefährten (Krishna mit möglicherweise Samkarshana, Pradyumna, und Aniruddha). In einem weiteren Vers schreibt Patanjali von Musik im Tempel von Rama (Balarama) und Kesava (Krishna). Er beschreibt auch Dramen und mimische Aufführungen, die die Tötung von Kamsa durch Krishna darstellen (Krishna-Kamsopacharam) Der Avatar Lord Krishna wird in vielen Schriften der hinduistischen Traditionen erwähnt, die Hauptquellen mit ausführlicheren Darstellungen von Krishnas Leben, Taten und Lehre bilden das Mahabharata (im Bhishma Parva/Kapitel des MB findet sich auch der Text der Bhagavad Gita); das Harivamsa, eine spätere Erweiterung des Mahabharata, mit einer Beschreibung von Krishnas Kindheit und Jugend in Brindavan, sowie das Vishnu-Purana und das Bhagavata Purana. Nach orthodoxer Tradition ist Krishna ein Purna Avatar, ein Avatar, der alle 16 balas (göttlichen Kräfte) manifestierte. Mit ihm hatten sich auch Götter und Halbgötter in seiner Familie der Yadavas (Nachkommen eines grossen Königs namens Yadu) inkarniert, um ihn bei seiner Mission zu unterstützen. (Bhagavata Purana 10.1.22). Krishna wurde als achtes Kind der Prinzessin Devaki und Vasudevas aus dem Clan der Yadavas in Mathura geboren. Während der Hochzeitsfeierlichkeiten des Paares hörte Kamsa, (der seinen Vater Ugrasena in den Kerker geworfen hatte, um selbst an die Macht zu kommen), ein Cousin von Devaki, eine Stimme aus dem Äther, die ihm prophezeite, dass das achte Kind des Paares ihn töten und König des Reiches würde. Daraufhin hält Kamsa Devaki und Vasudeva ebenfalls im Kerker seines Palastes gefangen und tötet ihre Kinder gleich nach der Geburt. Als Krishna geboren wird, manifestiert sich seine göttliche Natur und die Kerkertore öffnen sich, während die Wachposten schlafen. Vasudeva kann das Kind retten und bringt es über den Yamuna Fluss nach Gokul zu Yashoda und Nanda, bei denen Krishna unter anderen Kuhhirten und Hirtenmädchen (gopis und gopikas) aufwächst. Ein Teil des Bhagavatam erzählt von der Kindheit und Jugend Krishnas, von seinen Spielen und wunderbaren leelas mit den gopis und gopikas und von der Liebe der Hirtenmädchen zu Krishna. Spätere Interpreten dieser rasa-leelas, dem Tanz Krishnas mit den Hirtenmädchen und von anderen Begebenheiten sehen eine subtile Erotik in dieser Beziehung, andere Autoren sehen hier ein Symbol und ein Beispiel für die reine Liebe der Seele zu Gott und die mystische Sehnsucht nach Einheit mit dem Persönlichen Gott in der Liebe. Es wird geschildert, dass Krishna 16000 Hirtenmädchen heiratet. Manche sahen darin einen Ausdruck von massloser Sinnenfreude. Aber laut Sathya Sai Baba ist diese Interpretation Ausdruck vollkommener Unwissenheit. Sri Krishna ist als Purna Avatar eine Inkarnation des Höchsten Göttlichen Bewusstseins. Er manifestiert alle 16 göttlichen Kräfte. 1000 ist die Zahl des tausendblättrigen Lotus (sahasrara) – des Scheitelchakra – Sitz dieses Göttlichen Bewusstseins im Menschen. Die 16000 Gopis repräsentieren alle Aspekte der Göttlichen Shakti – und rasa leela, der Tanz Krishnas mit den Gopis entspricht dem kosmischen Tanz von Shiva-Shakti. Manchmal liest man auch von 16108 Gopis. 108 oder 1008 ist die Zahl von Namen, die man Gott in Gebeten oder heiligen Texten gibt ( Vishnu sahasra nama = 1008 Namen Vishnus). Diese Zahl hat ein weiser Autor wohl dazugegeben, um anzudeuten, dass es sich hier nicht um menschliche Kategorien handelt, sondern um göttliche Liebe – Prema.
Diese Interpretation finden wir auch in den Schriften von Sri Vasantha Sai: ...Im Leben von Sri Krishna gibt es viele Ereignisse, die eine esoterische Bedeutung haben, aber diese wurden von Kommentatoren und Gelehrten missverstanden und falsch interpretiert. Solche Missverständnisse wurden durch Erzählungen verursacht, dass Krishna acht Frauen hatte und mit 16000 Gopis flirtete. .. In der Wirbelsäule gibt es 6 Chakren – zwei davon sind von besonderer Bedeutung: Das Sahasrara im Gehirn und das Hridaya-Chakra in der Mitte der Wirbelsäule (nahe dem Anahata Chakra). Das Hridaya-Chakra ist ein blütenförmiges Chakra mit acht 'Blütenblättern'. Die acht Blütenblätter symbolisieren die acht Teile der Erde, die vom Herrn regiert werden. Die esoterische Bedeutung ist, dass Gott Selbst der Herr dieses achtblättrigen Lotos im Herzen des Menschen ist. Der Herr des Herzens wird Maadhava genannt. 'Maa' bedeutet Lakshmi, Maya oder Prakrithi. Krishna ist somit der Herr des achtblättrigen Lotos des Herzens. Das Sahasrara Chakra liegt am Scheitel. Es wird als tausendblättriger Lotos dargestellt. In jedem Blatt herrscht Gott mit Seinen 16 Kalas oder Kräften. Zusammen macht das 16000 Kräfte, welche durch die Gopis dargestellt werden. (als Shakthis) 'Go' bedeutet Klang, Sprache, Lebenskraft. Gott ist der Herr des tausendblättrigen Lotos am Scheitel des Menschen, des Sahasrara Chakra. Die esoterische Bedeutung ist also, dass die 16000 Gopis auf diese Tatsache hinweisen. Wenige versuchen die spirituelle Bedeutung des Srimad Bhagavatham zu verstehen. Junge Männer werden leicht dazu verleitet, zu glauben, dass Sri Krishna 8 Frauen und 16000 Geliebte hatte. Die wirkliche Bedeutung sagt, der Mensch soll danach streben, die 16000 Kräfte in sich selbst zu erwecken. Dies kann nur durch vollkommenen Gehorsam dem göttlichen Gebot gegenüber erreicht werden.. Die Kundalini Shakthi steigt aus dem Mooladhara Chakra an der Basis der Wirbelsäule auf und erreicht im zustand der Verwirklichung das Sahasrara. Die Kraft, welche diesen Vorgang ermöglicht, ist die Liebe (prema) Diese Liebe muss am Mooladhara beginnen und dann bis zum Sahasrara hinaufgeführt werden...
Besonders die Liebe von Radha zu Krishna wird auch im 'Gita Govindam' von Jayadeva beschrieben. Kamsa erfuhr, dass das achte Kind von Devaki und Vasudeva überlebt hatte und versuchte mehrere Male, ihn zu töten. Unter anderem schickte er auch Dämonen (wie Aghasura), die alle von Krishna und seinem Bruder Balarama getötet wurden. Als junger Mann kehrte Krishna dann nach Mathura, den Ort seiner Geburt zurück. Er tötet den bösen Kamsa und setzt dessen Vater Ugrasena wieder als König ein. Krishna selbst herrscht in Dwaraka, einer Stadt, die vermutlich im heutigen Gujarat, am Meer lag, was archäologische Funde und Ausgrabungen aus jüngerer Zeit vermuten lassen. Als sich ein Machtkrieg zwischen den Kurus und Pandavas, die Verwandte und Freunde von Krishna sind, anbahnt, wird Krishna zunächst ersucht, zu vermitteln und einen grossen Krieg zu verhindert. Seine Vermittlungsversuche, die offenbar nicht unter Einsatz all seines göttlichen Potentials geführt wurden, scheitern und der Krieg war somit unvermeidlich. Die Mission des Avatars Krishnas bestand darin, die von blindem Egoismus und Eitelkeit getriebenen Herrscher der Zeit zu bestrafen, deshalb gab er Duryodhana, den Führer der Kauravas und seinen Verbündeten zwar eine Chance, die Ungerechtigkeiten, die sie begangen hatten, wieder gut zu machen und das dharma (Gesetz, Gerechitgkeit) wieder einzusetzen und somit den Krieg zu vermeiden, aber durch die böse Natur und das Karma dieser Herrscher schien das Scheitern der Friedensverhandlungen schon beinahe vorherbestimmt . Krishna steht im grossen Kampf, wie er im Epos Mahabharata beschrieben wird auf der Seite der Pandavas und wird zum Wagenlenker von Arjuna. Die Szene ist bekannt und berühmt, wie Krishna kurz vor Ertönen der Angriffsignale auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra den Kampfwagen von Arjuna in die Mitte zwischen die Fronten lenkt und Arjuna eine Vision Seiner kosmischen Form (vishvarupa darshan) und Seine philosophische Belehrung - die Bhagavad Gita - gibt. Der Krieg dauert 18 Tage. Die Ereignisse der einzelnen Tage werden von Veda Vyasa in einer Form und Wortgewalt geschildert, die das Mahabharata in die grossen Dichtungen der Weltliteratur einreiht. Nach dem Krieg herrscht Krishna noch 36 Jahre lang in Dwaraka, dann kommt es zum tragischen Untergang seines ganzen Clans. Er selbst wird von einem Jäger irrtümlich für einen Hirsch gehalten und von dessen Pfeil tötlich getroffen, als er einmal im Wald unter einen Baum ruhte. Nach orthodoxer Tradition verlies Sri Krishna im Jahre 3102 seinen Körper, um nach Goloka, in die geistige Welt, zurückzukehren. Wie erwähnt ist das Mahabharata wohl keine exakte Chronik historischer Ereignisse. Die einzelnen Szenen und Geschichten enthalten vielmehr eine tiefe zeitlose spirituelle Botschaft und es ist von Veda Vyasa als besonders einprägsame Form gewählt worden, ewige philosophische Wahrheiten zu vermitteln. Durchaus untermauert wird diese Möglichkeit oder Theorie, wenn man Kommentare zur Bhagavad Gita wie den von Paramahansa Yogananda studiert oder die Erläuterungen von Sathya Sai Baba zu Szenen aus den grossen indischen Epen Ramayana und eben auch dem Mahabharata in vielen seiner Reden. Der Avatar Krishna wird in vielen religiösen Traditionen des Hinduismus verehrt. Dazu hat sich auch, besonders unter Vaishnavas, eine Liebesmystik (Bhakti Yoga) mit Verehrung von Lord Krrihna als Gestalt des Göttlichen entwickelt. Einige bedeutende Vertreter und Heilige dieser Bhakti-Bewegung sind: Die Alwars in Süd-Indien. Das Nalayira Divya Prabandha ist eine Sammlung von 4000 Versen von 12 bedeutenden tamilischen Heiligen aus der Zeit vor dem 8.Jh. n.Chr. und wurde im 9/10 Jh von Nathamuni in der heute bekannten Form zusammengestellt. Es handelt sich um Hymnen, die noch heute in Tempeln zu Ehren von Lord Vishnu (Narayana) und Seinen verschiedenen Formen gesungen werden. Andal ist eine der 12 Alwars aus dem 10. Jh. n.Chr.. Berühmt sind ihre Gesänge Tiruppavai – Verse, in denen sie sich als Gopi empfindet und Sri Krishna ewige Liebe verspricht. Das zweite Werk von Andal ist Nachiar Tirumozhi, ein Liebes-Gedicht aus 143 Versen In Maharashtra und der Deccan Region lebten Heilige-Dichter wie Dnyaneshwar, Namdev, Janabai, Eknath und Tukaram ; Sie verehrten Sri Krishna als Vithoba. (13.Jh bis 18.Jh) . In Süd Indien sangen die Dichter Purandara Dasa und Kanakadasa von Karnataka zu Ehren von Krishna im berühmten Tempel von Udupi. Jayadeva, der Autor der Gita Govinda aus dem 12. Jh. Mirabai und Surdas, bekannt für ihre Lieder aus Verehrung von Krishna. Um Nimbarka (11.Jh), Vallabhacharya (15.Jh)und Chaitanya Mahaprabhu (16.Jh) entstanden philosophisch-theologisch begründete Strömungen der Krishna-Verehrung. In der Tradition Chaitanya's stehen die Gaudiya Vaishnavas, sie betrachten Krishna als Höchsten Gott . Andere Namen: Mohana, Madan, Giridhara, Damodar, Gopala, Goverdhana, Vasudeva, Shrinath, Jagannath.
Ein sehr berühmter Tempel in Puri ist der Jagannath Tempel in dem Sri Krishna als schwarze Gestalt, als Herr der Welt (Jagannath) verehrt wird, zusammen mit seinem Bruder Balarama und seiner Schwester Subhadra (mit hellerer Hautfarbe)
Ikonographie: Sri Krishna Avatar wird dargestellt als Hirtenjunge mit seiner Flöte (Bansuri) Murali und einer Pfauen- feder im Haar. Diese Gestalt zeigt oft drei Beugen im Körper (Knie, Hüfte, Hals), welche die drei gunas darstellen sollen. Eine weitere Darstellung zeigt Krishna mit Radha oder als Wagenlenker auf dem Schlachtfeld von Kuru- kshetra, als er Arjuna die Lehre der Bhagavad Gita gibt.
Es gibt nur eine Religion, die Religion der Liebe. Es gibt nur eine Sprache, die Sprache des Herzens. Es gibt nur eine Kaste, die Kaste der Menschheit. Es gibt nur einen Gott Er ist allgegenwärtig.
Sathya Sai Baba
Beste Ansicht : Bildschirmauflösung: 1024 x 768 pixel ( 4 : 3 screen ) ----- Browser: Internet Explorer ab 7.x --- oder Firefox ab 3.x ------ JavaScript aktiviert
Lord Krishna spricht in der Bhagavad Gita: “Immer wenn die Tugend (dharma) entartet und das Laster (adharma) vorherrscht, verkörpere Ich Mich als ein Avatar
In jedem Zeitalter erscheine Ich in sichtbarer Gestalt, um die Tugendhaften zu schützen, das Böse auszurotten und die Gerechtigkeit wiederherzustellen.” Bhagavad Gita Kap. 4 Vers 7,8
Yada yada hi dharmasya, glanirbhavati Bharatah, Abhiyutthanam dharmasya,tadatmanam srijamyaham! Paritranaya sadhunam, vinashaya cha dushkritam,Dharmasamsthapanarthaya,sambhabami yuge yuge!!
|