Ekam sat viprah bahudha vadanti - Der Höchste ist EINS, die Weisen nennen Ihn mit vielen Namen - in Sri Ramakrisna’s Worten: So viele Religionen, soviele Pfade, das eine und selbe Ziel zu ereichen. Ramakrishna ![]() ![]() BiographieSeine Eltern Khurdiram und Chandramani waren Brahmanen, sehr fromme, aber arme Leute, die kaum das Nötige zum täglichen Überleben der Familie aufbringen konnten. Die Menschen des Dorfes hegten sehr grosse Zuneigung zum kleinen Gadadhar; er war ein hübsches, wohlerzogenes Kind mit einer natürlichen Neigung zur Kunst, aber er ging nicht gern zur Schule, sondern verbrachte seine Zeit lieber in den Gärten und Feldern der Umgebung, zusammen mit seinen Freunden. Als er sieben war, starb sein Vater. Danach wurde er etwas ernster; er ging weiterhin nicht gern zur Schule, jedoch pflegte er öfters Mönche aufzusuchen, die auf ihrem Weg nach Puri im Dorf einen kurzen Aufenthalt eingelegt hatten. Ein reicher Mann des Dorfes hatte ein Gästehaus für die Pilger gebaut, und er versorgte sie auch mit Essen, wenn sie dort Halt machten. Gadadhar pflegte ihnen kleine Dienste zu erweisen und hörte interessiert ihren religiösen Diskussionen zu. Für Gadadhar war nun das Alter für die heilige Schnurzeremonie gekommen. Am Tag der Zeremonie erklärte er, dass er seine ersten Almosen als Brahmane von einer Sudra Frau (zur Kaste der Unberührbaren gehörend) des Dorfes holen würde. Das war noch nie dagewesen. Die Tradition verlangte, dass er seine ersten Almosen von einem Brahmanen erhalten würde. Man erklärte ihm das, aber er war von seinem Entschluss nicht abzubringen. Er sagte, dass er der Frau dieses Versprechen gegeben habe und wenn er sich nicht daran hielte, was für ein Brahmane wäre er dann?! Kein Argument, kein Bitten konnte ihn umstimmen, und so musste sein älterer Bruder Ramkumar schliesslich zustimmen. Die finanzielle Lage der Familie hatte sich weiter verschlechtert. Ramkumar leitete eine Sanskritschule in Kalkutta und diente einigen Familien als Hauspriester. Das wenige, das er dadurch verdiente reichte kaum aus, die Familie zu ernähren. Er entschied, Gadadhar nach Kalkutta zu holen und ihm dort Sanskrit Unterricht zu geben. Vielleicht könnte er dann ebenfalls einige brahmanische Dienste leisten und selbst etwas Geld dazuverdienen. Gadadhar kam also nach Kalkutta - er war damals 17 Jahre alt - zeigte aber keinerlei Interesse am Studium des Sanskrit; er war allerdings bereit, einige priesterliche Aufgaben zu übernehmen – nicht um des Geldes wegen, sondern weil er das gern machte. Zu dieser Zeit hatte eine sehr wohlhabende Dame aus Kalkutta, Rani Rasamani, in Dakshineswar – etwa 5 Meilen nördlich von Kalkutta - einen Tempel zu Ehren der Mutter Kali gestiftet. Sie ersuchte Ramkumar, dort die Aufgaben eines Tempelpriesters zu übernehmen, und dieser stimmte zu. Gadadhar erhielt den Auftrag, die Statue der Göttin zu schmücken, und als sein Bruder nur ein Jahr später starb, übernahm er dessen Stelle als Tempelpriester. Als er den Gottesdienst hielt, fragte er sich manchmal, ob er ein Stück Stein oder eine lebendige Gottheit anbetete. Er dachte bei sich: "wenn ich eine lebendige Gottheit anbete, warum sollte sie dann nicht auf meine Gebete antworten". Diese Gedanken beschäftigten ihn immer wieder. Dann begann er zu Kali zu beten: „Mutter, Du hast Dich schon vielen Devotees offenbart. Warum offenbarst Du Dich nicht auch mir? Bin ich nicht auch Dein Sohn?" Er weinte oft während seiner Andachten im Tempel, und spätabends ging er hinaus in den Dschungel und betete dort die ganze Nacht. Eines Tages hatte er so starkes Verlangen nach einer lebendigen Gotteserfahrung von Mutter Kali, dass er entschloss, sein Leben zu beenden. Er nahm eben ein Schwert von der Wand – zum Äussersten entschlossen, als er von einem strahlenden Licht aus der Statue überwältig und zu Boden geworfen wurde. Sri Ramakrisna beschrieb später seine erste Vison der Göttliche Mutter: "Das Haus, Wände, Türen, der ganze Tempel verschwanden ins Nichts. Dann sah ich einen Ozean von Licht, grenzenlos, lebendig, bewusst, selig. Von allen Seiten kamen Wellen von Licht mit einem lauten Brausen auf mich zu, hüllten mich ein und verschlagen mich – und ich verlor das Bewusstsein äusserer Dinge.." Gadadhar war jedoch mit dieser einen Erfahrung nicht zufrieden, und er betete zu Mutter Kali um weitere religiöse Erfahrungen. Allmählich, so erzählt er, begann er die Göttliche Mutter zu sehen, wie sie aus jeden Ecke und aus jedem Winkel hervorlugte. Bald konnte er den Tempeldienst nicht mehr ausführen. Weltliche Menschen dachten, er hätte den Verstand verloren. Eines Tages zum Beispiel, als er dabei war der Gottheit Nahrung darzubringen, gab er die Speisen einer Katze, die gerade in den Tempel gekommen war. Er hatte die Gegenwart der Göttlichen Mutter auch in der Katze wahrgenommen. In den Augen der Welt war dies natürlich ein Sakrileg oder der Ausdruck von Verwirrtheit. Sri Ramakrisna’s Benehmen wurde immer seltsamer, aber es gab auch spirituell fortgeschrittene Besucher, die erkannten, dass er einen gesegneten Zustand erlangt hatte. Besorgt von der Nachricht über den Zustand von Gadadhar, holte ihn seine Familie nach Hause, und man dachte, dass sich seine Verfassung bessern würde, wenn er erst einmal verheiratet wäre. Man suchte also nach einer geeigneten Braut, aber vergebens, bis Gadadhar selbst in einem halbbewussten Zustand äusserte: „Geht nach Jayrambati (ein Dorf, etwa 3 Meilen von Kamarpukur) – dort werdet ihr meine Braut finden, die Tochter von Ramachandra Mukhopadhyaya, sie ist für mich bestimmt." Nach der Hochzeitszeremonie – es war mehr eine Verlobung – wurde das Mädchen Sarada Devi wieder zurück zu ihren Eltern geschickt. Sri Ramakrisna blieb noch etwas mehr als ein Jahr in Kamarpukur und kehrte dann nach Dakshineswar zurück, wo er im Garten des Kali Tempels seine spirituellen Exerzitien immer mehr vertiefte. Eines Morgens im Jahre 1861, etwa sechs Monate nach seiner Rückkehr aus Kamarpukur, sah Ramakrishna eine sannyasi (Nonne), wie sie aus einem Boot ausstieg und in den Hof des Tempels kam. Er ließ sie zu sich bringen, und als sie ihn sah, brach sie vor Freude in Tränen aus und sagte: „Mein Sohn, hier bist du also! Ich suche dich schon so lange und nun hab ich dich hier doch noch gefunden ". „Woher kennst du mich Mutter" – fragte Sri Ramakrishna. Sie antwortete: "Durch die Gnade der Göttlichen Mutter erfuhr ich, dass ich drei von euch begegnen werde. Zwei habe ich schon getroffen, und heute habe ich dich gefunden." Der Name dieser Nonne war Yogeshwari, aber man kannte sie später unter dem Namen Brahmani. Sie war eine Frau, die einen hohen Grad der Verwirklichung erlangt hatte und grosse Kenntnisse in Vaishnava und Tantrischer Literatur besaß. Sri Ramakrisna erzählte ihr von seinen spirituellen Bemühungren, Visionen und Erfahrungen, und er erzählte ihr auch, dass die Leute ihn für verückt hielten. „Wer nennt dich verrückt?" – antwortete sie. „Das ist eine heilige Verrücktheit.Der Zustand, den du erfährts wir mahabhava genannt. Sri Radha und Sri Chaitanya haben ihn auch erlebt." Was Sri Ramakrishna bisher verwirklicht hatte, hatte er aus eigenem Bemühen und durch die Gnade der Göttlichen Mutter erreicht. Nun begann unter der Anleitung von Brahmani ein systematisches spirituelles Taining und Unterweisung in den heiligen Schriften. Er anhm sie als Guru an, die Göttliche Mutter hatte sie gesandt. Eiige Zeit später kam Tota Puri, ein Swami der Vedanta Tradition von Adi Shankara, der den höchsten Zustand des Vedanta verwirklicht hatte. Er war es, der Ramakrishna zeigte, wie er den saguna-Aspekt des Göttlichen (das Göttliche mit Form) transzendieren und den nirguna- Aspekt - das formlose Parabrahman - verwirklichen konnte. "Nach der Initiation (erzählt Ramakrishna) forderte mich der Nackte (Tota Puri) auf, meine Aufmerksamkeit von allen Dingen loszulösen und mich in die Kontemplation des Atma zu vertiefen. Aber sobald ich meine Aufmerksamkeit von der äusseren Welt abwandte, erschien von meinem inneren Auge die Göttliche Mutter als lebendige Wirklichkeit, strahlend und von der Essenz reinen Bewusstseins, und ich konnte nicht über sie hinausgehen. Verzweifelt sagte ich zum Nackten: "Es ist hoffnugslos, ich kann meinen Geist nicht zum bedingungslosen Zustand erheben und das Atman erreichen.„ Er wurde sehr aufgeregt und antwortete mit scharfem Ton: „Was heisst das, ich kann nicht, du musst!" Er schaute sich um, hob ein Stück zerbrochenes Glas vom Boden und presste es mir auf den Punkt zwischen die Augenbrauen mit den Worten: „Konzentriere dich auf diese Stelle". Ich meditierte mit fester Entschlossenheit, wie er gesagt hatte, und als die Mutter wieder vor meinem inneren Auge erschien, benutzte ich meine Unterscheidungskraft als Schwert und schlug sie in zwei Teile. Augenblicklich erhob sich mein Geist über alle Dualität hinaus und trat in den Nirbikalpa Samadhi ein, den Bewusstseinszustand der All-Einheit..." Tota Puri saß lange da und beobachtete seinen Schüler. Dann verlies er den Raum und verschloss die Tür hinter sich. Drei Tage vergingen, und er hatte noch immer nichts gehört. Schliesslich öffnete Totapuri die Tür und fand Ramakrishna noch in der selben Position, in der er ihn verlassen hatte. Totapuri untersuchte Ramakrishna sorgfältig und sagte: „Wahrhaftig, dieser Mann hat in nur einem Tag das erreicht, wofür ich vierzig Jahre lang hart gearbeitet habe. Es ist ein Wunder, es war wirklich ein Zustand des Nirbikalpa Samadhi, das Ziel des Advaita Vedanta Weges." Langsam brachte Totapuri dann Ramakrishna in den Zustand des Normalbewusstseins zurück, und als Ramakrishna seinen Guru erblickte, warf er sich im ehrfurchtsvoll zu Füssen. Und Totapuri umarmte seinen Schüler liebevoll. Als Tota Puri Dakshineswar verlassen hatte, verblieb Ramakrishna über sechs Monate lang im Nirbikalpa Samadhi – ohne Bewusstsein des Körpers oder der äusseren Umgebung. Später erzählte er: „Sechs Monate lang blieb ich im Zustand der Seligkeit und Einheit mit Brahman. Mein Körper hätte nicht überlebt, wenn nicht ein Mönch, der gerade hier war, meinen Zustand erkannte hätte, und mir regelmässig etwas zu essen gebracht hätte und es mir in Augenblicken, wenn ich etwas zu Bewusstsein kam, in den Mund gestopft hätte. Schliesslich, nach sechs Monaten erhielt ich den Befehl der Mutter: „Bleib in bhavamukha, zum Wohl der Menschheit" Von nun an lebte Ramakrishna im Zustand des bhavamukha, ein Bewusstseinszustand zwischen Samadhi und normalem Bewusstsein. Ramakrishna beschreibt diesen Zustand folgendermassen: "Es ist, als würde auf dem Ozean des Brahman, dem grenzenlosen Ozean von Sat – Chit – Ananda ein Stock dahintreiben und den Ozean in zwei Teile teilen. Auf der einen Seite Gott, und auf der anderen Seite Sein devotee – in diesem Fall Sri Ramakrishna. Der Stock, welcher den Ozean teilt, ist das reife Ego – stets eingedenk, dass es ein Kind Gottes ist. Dieses Ego ist nicht gefährlich; es ist wie ein Schwert, das den Stein der Weisen berührt hat und in Gold verwandelt wurde..." Sri Ramakrishna war auch an den religiösen Wahrheiten anderer Religionen interessiert und so vertiefte er sich ernsthaft in die Lehren des Christentums, des Islam und anderer religiöser Traditionen. So kam er in sehr kurzer Zeit durch persönliche Erfahrung und Verwirklichung zu der Einsicht, dass auch diese Wege zu den Einen Göttlichen Ziel führten. So erklärte er: „Soviele Wege, wie Religionen. Ich habe Hinduismus, Islam und Christentum praktiziert. Im Hinduismus wiederum die Wege der unterschiedlichen Sekten. Ich habe gesehen, dass es der selbe Gott ist, auf den alle zustreben – wenn auch auf unterschiedlichen Wegen." Die Pfade sind unterschiedlich, aber das Ziel bleibt das selbe. Harmonie der Religionen ist nicht Uniformität; es ist Einheit in der Vielheit. Es bedeutet nicht Vermischung der Religionen, sondern Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz unter den Religionen – begründet durch das eine Ziel – Gottverwirklichung. Diese Harmonie kann sich nur entwickeln wenn die Menschen ihre eigene Spiritualität vertiefen. All diese Jahre hatte Sarada Devi bei ihren Eltern gelebt. Von frühester Kindheit an hatte sie ein starkes spirituelles Naturell gezeigt. Wie ihr Ehemann Ramakrishna hatte sie Visionen erlebt. Als sie älter wurde, wollte sie in der Nähe von Sri Ramakrishna leben. Aber er hatte sie bisher noch nicht gerufen. Als der Meister gerade den Islam praktizierte, sagten die Leute wiederum, er hätte den Verstand verloren. Wie konnte es sein, dass ein Hindu Priester zu Allah betete? Dieses Gerede kam Sarada Devi zu Ohren – sie war jetzt 18 Jahre alt – und sie fühlte, sie sollte jetzt an der Seite ihres Ehemanns sein. Sie äusserte diesen Wunsch ihrem Vater gegenüber, und dieser brachte sie nach Dakshineswar. Sri Ramakrishna hieß seine Frau wilkommen und ermöglichte ihr, in seiner Nähe zu bleiben. Aber er fragte sie: „Bist du gekommen, um mich zu einem weltlichen Leben hinunterzuziehen?" „O nein", erwiederte sie – „ich bin gekommen, um dir auf deinem spirituellen Weg beizustehen." Sri Ramakrishna initiierte sie in die Disziplin des geistigen Lebens und kümmerte sich um ihren Fortschritt. So wurde Sasrada Devi zu seiner ersten Schülerin. Sie lebte 14 Jahre lang an der Seite von Ramakrishna und diente ihm und seinen Jüngern. Später nannte man sie Heilige Mutter, und sie wirkte auch für den Orden, der als Ramakrishna Mission bekannt ist. Bald verbreitete sich die Kunde über diesen bemerkenswerten Mann, und Menschen unterschiedlichster religiöser und sozialer Herkunft begannen ihn zu besuchen. Ramakrishna selbst lehrte über 15 Jahre lang; er lehrte die grundlegenden spirituellen Wahrheiten vor allem durch Parabeln, Gleichnisse, Lieder und vor allem durch sein eigenes beispielhaftes Leben. Paramahansa Ramakrishna ging im August 1886 in den Mahasamadhi ein. Seine Jünger bewahrten und verbreiteten sein geistiges Erbe und bauten unter der Leitung von Swami Vivekananda die Ramakrishna Mission mit dem Hauptsitz in Belur, in der Nähe von Kalkutta. Heute gibt es nicht nur in Indien sondern in weiteren Ländern weltweit Zentren der Ramakrishna Bewegung. ![]()
Paramahansa RamakrishnaMöge ich dazu verdammt sein, wieder und wieder geboren zu werden, selbst als ein Hund – wenn ich nur einer einzigen Seele helfen kann. Ich würde zwanzigtausend Körper wie diesen aufgeben, um nur einem Menschen zu helfen. Es ist ruhmreich, nur einen einzigen Menschen zu helfen. Ramakrishna Mission - Hauptquartier Belur ![]() LinksSiehe bitte: Disclaimer http://www.belurmath.org/home.htm http://www.vedanta.org/wwc/world.html http://www.ramakrishnavivekananda.info/ (complete works) http://www.ramakrishnamath.com/rkm_centres1.asp http://www.sriramakrishnamath.org/Home.asp http://www.rkmath.org/publicsite http://www.vedanta-germany.org/ Zitate bekannter Persönlichkeiten über Ramakrishna..Ich begann diesen Mann regelmässig zu besuchen, und ich sah und erkannte, dass man Religion schenken kann. Eine Berührung, ein Blick kann ein ganzes Leben verändern. Ich lernte von meinem Meister, dass die Religionen der Welt nicht in Gegensatz zueinander stehen oder einander widersprechen, sondern, dass sie lediglich Phasen der einen ewigen Religion sind. Den ersten Teil seines Lebens verbrachte mein Meister damit, Spiritualität zu erwerben, und den Rest seines Lebens verteilte er sie...In seinem Leben durchdrang er wie mit einem mächtigen Suchscheinwerfer das gesamte Wissen indischer Religion. Er war ein lebender Kommentar von Bedeutung und Ziel der Veden . Er durchlebte in einem Leben all die unterschiedlichen religiösen Existenzformen Indiens. .." - Swami Vivekananda - ------------ "In einem einzigartigen Beispiel aus jüngerer Zeit, im Leben von Ramakrishna Paramahansa, sehen wir eine kollossale spirituelle Kapazität, die zuerst geradewegs der göttlichen Verwirklichung zustrebt, das Königreich des Himmels sozusagen im Sturm nimmt, und dann einen spirituellen Pfad nach dem anderen in unglaublich kurzer Zeit durchschreitet, die Substanz, das Wesentliche daraus gewinnt, immer zum Herzen des Ganzen zurückkehrt, nämlich die Verwirklichung und das Erlangen Gottes durch die Macht der Liebe, durch Erweiterung des inneren spirituellen Potentials in unterschiedlichen Erfahrungen und durch das spontane Spiel intuitiven Wissens. Ein solches Beispiel kann man nicht verallgemeinern. Sein Ziel war auch ein spezielles und zeitliches - in der grossen und besonderen Erfahrung einer Meister-Seele die Wahrheit zu veranschaulichen, die die Menschheit in dieser Zeit besonders benötigt, eine Wahrheit, der eine in Sekten und Schulen zersplitterte Welt mit Mühe zustrebt, die Wahrheit, dass alle Sekten nur Fragmente einer umfassenden integralen Wahrheit darstellen, welche jede auf ihrere eigenen Weise danach strebt, die höchste Wahrheit zu erlangen. Ramakrishna Paramahansa ist die Verkörperung des Ganzen. Er repräsentierte das grosse Überbewusstsein, welches allein die vielen Ströme kennt, die uns zum einen Ozean führen. Er ist ein Beweis für die Macht hinter uns und für die Zukunft vor uns. -Sri Aurobindo - ------------ "Ramakrishna war ein lebendes Beispiel von Frömmig-keit. Seine Lehren sind nicht nur die eines gelehrten Mannes, es sind Seiten aus dem Buch des Lebens. Es sind Enthüllungen seiner persönlichen Erfahrungen. Deshalb machen sie auf den Leser auch einen unwiderstehlichen Eindruck. In dieser Zeit des Skeptizismus bietet Ramakrishna ein Beispiel eines leuchtenden und lebendigen Glaubens und bietet tausenden Menschen Trost, die sonst ohne spirituelles Licht geblieben wären. Ramakrishna’s Leben war ein anschauliches Beispiel für Ahimsa (Gewaltlosigkeit) Seine Liebe war grenzenlos. Möge seine göttliche Liebe eine Inspiration für alle sein. - Mahatma Gandhi - ------------ "Der Mann, dessen Bild ich hier darstellen möchte, war die Erfüllung von zweitausend Jahren geistigen Lebens von dreihundert Millionen Menschen. Obwohl er schon seit vierzig Jahren tot ist, belebt seine Seele das moderne Indien. Er war kein Held der Tat wie Gandhi, kein Genie des Denkens und der Kunst, wie Gandhi und Tagore. Er war ein Brahmane eines kleinen Dorfes in Bengalen, dessen äusseres Leben sich in einem bescheidenen Rahmen, ohne besondere Ereignisse abspielte, ausserhalb der sozialen und politischen Ereignisse seiner Zeit. Aber sein inneres Leben umfasste die ganze Vielfalt der Menschen und der Götter. Es war Teil der Quelle aller Energie, der Göttlichen Shakti, von der der alte Poet von Mithila - Vidyapathi und Ramprasad aus Bengalen singen. - Romain Rolland - ------------ Aus der Eulogie eines Poeten: To the Paramahamsa Ramakrishna Deva "Diverse courses of worship from varied springs of fulfillment have mingled in your meditation.The manifold revelation of the joy of the Infinite has given form to a shrine of unity in your life where from far and near arrive salutations to which I join my own." - Rabindranath Tagore - ------------ "Die glühende Liebe zu Gott, nein, das Gefühl vollkommenen Aufgehens im Göttlichen hat nirgends stärkeren und beredteren Ausdruck gefunden, als in den Reden von Ramakrishna. Sie zeigen die erhabene Natur seines Glaubens. Seine tiefe Einsicht in die Mysterien des Wissens und der Liebe zu Gott erkennen wir aus seinen Aussprüchen...was er sagte, enthüllt uns nicht nur seine eigenen Gedanken, sondern den Galuben und die Hoffnung von Millionen Menschen...diese beständige Wahrnehmung der Göttlichen Gegenwart ist in der Tat der gemeinsame Grund, auf dem, so hoffen wir, in nicht allzuferner Zeit der Tempel der Zukunft errichtet werden wird, in dem sich Hindus und Nicht-Hindus, im Herzen vereint, die Hände reichen und den selben Höchsten Geist anbeten werden. Dieser Höchste Geist ist nicht fern von uns, denn in Ihm leben, weben und sind wir... - Max Muller - ------------ "Sri Ramakrishna kam und brachte seine Botschaft, zu einer Zeit und an einem Ort, als er und seine Botschaft gebraucht wurden. Diese Botschaft hätte schwerliche einer bringen können, der nicht in der religiösen Tradition des Hinduismus aufgewachsen war. Sri Ramakrishna wurde 1836 in Bengalen geboren. Er kam zu einer Zeit, als die Welt begann, sich im wahrsten Sinn des Wortes weltweit zu vereinen. Heute leben wir immer noch in dieser Übergangszeit der Weltgeschichte. Aber es scheint schon jetzt klar, dass ein Kapitel Weltgeschichte, das im Westen begonnen hat, in Indien zu Ende kommen muss, wenn sich die menschliche Rasse nicht vorher zertört. In unserer Zeit wurde die Welt auf materieller Ebene durch westliche Technologie vereint. Aber diese Errungenschaft des Westens hat nicht nur ‚Distanz vernichtet’ – sie hat die Völker der Welt mit Waffen ausgestattet, die ein grosses Vernichtungspotential haben, und das zu einer Zeit, wo die Nationen der Erde in Reichweite zueinander stehen, aber noch nicht gelernt haben, einander zu verstehen oder einander zu lieben. In dieser höchst gefährlichen Zeit menschlicher Geschichte ist der Indische Weg der einzige Weg zu Rettung der Menschheit. Sri Ramakrishna's Botschaft war einzigartig, wie sie sich im Leben ausdrückte. Religion ist nicht nur eine Sache des Wissens, es ist etwas, das man erfahren und leben muss – und in dieser Hinsicht erwies Ramakrishna seine Einzigartigkeit. .....sein religiöses Leben und seine spirituelle Erfahrung waren in der Tat von so umfassender Art, wie sie vielleicht nie zuvor von einem religiösen Genie Indiens oder ausserhalb von Indien erreicht worden war. - Arnold Toynbee - ------------ "Sri Ramakrishna’s Leben unterschied sich vollständig vom durchschnittlichen menschlichen Dasein. Er gehörte eher zur Tradition der grossen Rishis Indiens, die von Zeit zu Zeit erscheinen, um unsere Aufmerksamkeit den höheren Dingen des Lebens und Geistes zuzuwenden. - Jawaharlal Nehru - ![]() Zitate von Sri RamakrishnaMan sieht viele Sterne am Himmel bei Nacht, aber nicht am Tag, wenn die Sonne scheint. Kann, man deshalb sagen, dass es am Tag keine Sterne gibt? O Mensch, weil du am Tag deiner Unwissenheit Gott nicht finden kannst, sag nicht, dass es keinen Gott gibt. ---------------- Der ist umsonst geboren, der in seinem Leben nicht versucht, Gott zu finden – in seinem Leben als Mensch, das so schwierig zu erlangen ist. Suchst du nach Gott? Dann such Ihn im Menschen. Das Göttliche manifestiert sich mehr im Menschen als sonst wo. Der Mensch ist die bedeutendste Manifestaton Gottes. ------------ Jiva (die menschliche Seele) ist Shiva (Gott) – (alle lebenden Wesen sind Gott). Wer wagt dann zu sagen: ‚Seid barmherzig zu anderen’! Keine Barmherzigkeit, sondern Dienen, Dienen. Denn der Mensch muss als Gott gesehen werden. ------------ Es gibt nur Einen, der euch gehört, und das ist GOTT ------------ Ich sag euch die Wahrheit. Es ist nichts verkehrtes daran, in der Welt zu leben, aber man muss innerlich auf Gott ausgerichtet sein. ------------ Wenn ihr immer nur sagt: „Ich bin ewig ein Sünder – dann werdet ihr auch ewig ein Sünder bleiben. Ihr solltet besser immerzu sagen: „ Ich bin frei, ich bin frei, wer kann mich binden? – Ich bin der Sohn Gottes, der König der Könige." ------------ Man sagt, dass Wahrhaftigkeit allein die spirituelle Disziplin des Kali Yuga ist. Wenn ein Mensch beharrlich an der Wahrheit festhält, dann wird er schliesslich Gott finden. ------------ Alle Religionen sind wahr. Gott kann durch verschiedene religiöse Wege erreicht werden. Viele Flüsse strömen auf unterschiedlichen Wegen ins Meer. Dort sind sie alle eins. ------------ Ein wahrhaft religiöser Mensch sollte die Einstellung vertreten, dass andere religiöse Wege ebenfalls zur Wahrheit führen. Wir sollten anderen Religionen gegenüber stets eine respektvolle Haltung zeigen. ------------ Frauen, seien sie gut oder nicht gut, tugendhaft oder nicht tugendhaft, sollten immer als Ausdrucksformen der glückseligen Göttlichen Mutter betrachtet, werden. ------------ Geld dient nur dem Lebensunterhalt; es sollte nicht Selbstzweck sein und euer einziges Ziel. ------------ Der ist ein wahrer Mensch, für den Geld nur ein Diener ist; andererseits können diejenigen kaum wahre Menschen genannt werden, die Sklaven des Geldes sind. ------------ Um gross zu sein, muss man demütig sein. Ein Baum voller Früchte neigt sich..wenn ihr also gross sein wollt, dann seid bescheiden und demütig. ------------ Regenwasser bleibt nicht auf den hohen Stellen, sondern rinnt an die tiefste Stelle. Gleichermasen bleibt die Gnade Gottes im Herzen der Demütigen und bleibt nicht bei denen, die stolz und voller Dünkel sind. ------------ Das Ego, welches sagt: „Ich bin ein Diener Gottes, ist das Markenzeichen eines wahren devotee. Es ist das Ego des Wissens und man nennt es auch ein ‚reifes Ego’. ------------ Worin liegt die Stärke eines devotee? Er ist ein Kind Gottes, und seine hingebungsvollen Tränen sind seine stärksten Waffen. ------------ Seht den Amboss eines Schmieds. Man hämmert und schlägt auf ihn ein, aber er rührt sich nicht von der Stelle. Mögen die Menschen von ihm Geduld und Ausdauer lernen. ------------ Besucht nicht diejenigen, die Wunder wirken und ihre okkulten Kräfte zur Schau tragen. Diese Leute sind Nachzügler auf dem Pfad der Wahrheit . ------------ Sucht keine Fehler bei anderen, nicht einmal bei einem Insekt. So wie ihr Gott um Hingabe bittet, bittet Ihn auch darum, dass ihr bei anderen nicht deren Fehler seht. ------------ Reinigt die Brillen eures Geistes und ihr werdet erkennen, dass die Welt Gott ist. ------------ Wie die Morgendämmerung den Sonnenaufgang verkündet, so stehen euere Aufrichtigkeit, Selbstlosigkeit, Reinheit und Rechtschaffenheit vor der Ankunft des Herrn ------------ Jeder sollte seiner eigenen Religion folgen. Ein Christ sollte Christ bleiben, ein Muslim ein Muslim – und für die Hindus ist der uralte Pfad, der Pfad der Arischen Rishis der beste Weg. ------------ Führt keine Streitgespräche. So wie ihr fest an euerer Überzeugung und euerer Religion festhaltet, so erlaubt auch anderen, ihrer Überzeugung und ihrem Glauben treu zu bleiben. Weiterführende Literatur:>>>Geschichten |